Fail

Seit Monaten nichts mehr gepostet. Seit Monaten kaum ein Foto gemacht. Seit Monaten im Autopilot-Modus.

Diese Ukraine-Nummer hat mich komplett ausgeknockt.


Nicht, dass ich die Hoffnung gehabt hätte, das „Experiment Homo sapiens“ könnte doch noch zu einem guten Ende kommen. Seit dem Ende meiner Teenagerjahre ist für mich klar, dass es mit der Menschheit und diesem Planeten den Bach runtergehen wird. Und seit Beginn dieses Jahrtausends ist auch klar, dass das keine Frage von Jahrhunderten mehr ist. Aber sich dann live mitten in einer fratzenhaft aufpoppenden Dystopie wiederzufinden ist eben doch was anderes, als sich gemütlich im Sessel von „The Walking Dead“ angruseln zu lassen.

Erst Corona, dann die Ahrtal-Kastrophe, jetzt dieser irrsinnige Krieg. AKWs und Kohlekraftwerke werden wieder hochgefahren, die Rüstungsindustrie boomt, Fracking ist plötzlich wieder salonfähig und die irren Normalos an der Kasse im Supermarkt sind von den Irren, die dort hausen, wo ich arbeite, kaum noch zu unterscheiden.


Sorry, geht mir einfach etwas zu schnell mit dem Weltuntergang. Bin ja nicht mehr der Jüngste.


Und ja, natürlich muss man auf einen Angriffskrieg entschieden antworten. Mit Waffen, nicht mit Flowerpower. Das Problem ist, dass dieser Krieg tatsächlich nur der Nebenschauplatz ist, so sehr er die Medien auch dominiert. Die eigentlichen Schauplätze heißen: Erderwärmung, Überbevölkerung, Wassermangel, Gift in Erde, Wasser und Luft, Flüchtlingsströme.

Aber das ist noch nicht einmal die halbe Wahrheit.


Der wirkliche Schauplatz, der alle anderen erst ermöglicht und erschafft, ist unser Kopf. Das Ego, von dem wir uns treiben und hetzen und jagen lassen, bis diese Killer-Spezies endlich final kollabiert.


Nichts Neues, wie gesagt. Just an epic fail.

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Michael Heidekorn

Sich das alles ansehen. Gelegentlich lächeln. Weitermachen.

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